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Das Languedoc ist eine ehemalige französische Provinz. Sie umfasste den mittleren Teil Südfrankreichs zwischen der Rhône und der Garonne. Ihr Territorium ist heute unter den Regionen Languedoc-Roussillon, Midi-Pyrénées und Rhône-Alpes aufgeteilt. Ihre Hauptstadt war Toulouse (jetzt Region Midi-Pyrénées).

Das Languedoc im engeren Sinne umfasst einen Bereich von 17.000 km², ungefähr die Region zwischen Rhône und Aude und nördlich verlängert auf die Cevennen und das Zentralmassiv. Zum Languedoc gehören die Départements Gard, Hérault und Lozère.

Das Weinbaugebiet Languedoc ist Frankreichs größtes Anbaugebiet von Wein. Mit einer bestockten Rebfläche von fast 290.000 Hektar (Stand 2005) ist es nahezu dreimal so groß wie die Summe aller deutschen Anbaugebiete (102.000 Hektar im Jahr 2005). Es blickt auf eine lange Tradition zurück. Im 19. und 20. Jahrhundert gab es jedoch mehrere einschneidende Veränderungen im Anbau. Durch Reblaus und Falschen Mehltau wurde der Anbau stark geschädigt, erst in den 1960er Jahren begann man mit dem gezielten Ausbau ertragreicher Sorten, was die Region zwar als bedeutenden Weinproduzenten wiederbelebte, ihr aber auch das Image des „Billigweins“ einbrachte. Das Languedoc war bis in die siebziger Jahre hauptverantwortlich für den EU-Überschuss, der als „Weinsee“ bekannt wurde.

Bereits in den 70er Jahren begann man sich aber auch wieder auf Qualitätsweine zu besinnen, so dass heute teils sehr gute bis herausragende Weine hergestellt werden. Diese Entwicklung wird von vielen Weinkritikern anerkannt; sie stellen heute schon einige Weine des Languedoc qualitativ mit den besten Weinen aus Bordeaux gleich.

Insgesamt produziert das Languedoc mehr als ein Drittel aller französischen Trauben. Des Weiteren werden Oliven, Obst und Reis angebaut. Im Bergland werden Schafe und Ziegen für Fleisch und Käse gezüchtet. Der Küstenbereich verfügt über einen Reichtum an Fischen und Schalentieren. Das Gebiet ist ein populäres touristisches Ziel.